Black Diamond – Renegade – Handschuhe

Bei -18,5°C, auf dem Fellhorn in Oberstdorf konnte ich, am zweiten Februarwochenende, die Black Diamond Renegade Handschuhe einem Test unterziehen.

Zunächst einmal zu den Fakten: Der Renegade Handschuh von Black Diamond, ist sowohl für Frauen wie auch für Männer geeignet. Das Material um Handrücken und Handgelenk besteht aus Gore-Tex XCR, welches atmungsaktiv, wasserdicht und winddicht ist. Diese Eigenschaften sprechen für den Gebrauch bei kühlen bis kalten Temperaturen, daher ist er besonders zum Ski- oder Snowboardfahren geeignet. Die Handinnenfläche ist mit weichem Ziegenleder ausgestattet, gefüttert ist der Handschuh mit Fleece. Ausgelegt ist er für Temperaturen bis -7°C.
Getestet wurde der Handschuh beim Snowboarden in Oberstdorf. Der dortige Aufenthalt war schon länger geplant und auch der Test war lange im Voraus für dieses Wochenende angedacht. Deswegen wurde der Test, trotz der Tatsache, dass Oberstdorf die tiefsten Temperaturen in Deutschland aufzuweisen hatte, dennoch durchgezogen.
Der Tragekomfort des Black Diamond Renegade Handschuhs ist sehr angenehm. Durch den Gummizug am Handgelenk passt er sich sehr schön an, ohne zu rutschen. Zu eng sitzt er dadurch auch nicht, sodass er super schnell an- und auszuziehen ist. Zusätzlich lässt er sich am Abschluss mit einem Kordelzug zuziehen, um zu vermeiden, dass Schnee eindringt. Diese Funktion benötigte ich während des Tests nicht und ist meines Erachtens auch nicht unbedingt erforderlich. Ihr Vorhandensein stellt jedoch kein Störfaktor dar und ist daher auch absolut in Ordnung, da es für den ein oder anderen brauchbar und sinnvoll sein kann. Gestört hat mich die fehlende Handgelenkschlaufe. Ich persönlich finde diese praktisch, wenn man kurz seine Handschuhe ausziehen muss, um beispielsweise im Lift einen Blick auf den Pistenplan zu werfen. Man kann die Handschuhe dann los lassen, ohne Sorge dass diese herunterfallen könnten, da sie schließlich am Handgelenk baumeln.

Positiv empfinde ich das Ziegenleder an der Handinnenseite. Durch dieses hat man einerseits einen rutschsicheren Griff und andererseits macht es den Handschuh robuster und strapazierfähiger. Sinnvoll ist dies z.B. beim Tragen des Boards.
Für die Temperaturen die auf dem Fellhorn herrschten, ist der Handschuh eigentlich nicht ausgelegt. Dennoch finde ich, dass er auch bei -18,5°C gut warm gehalten hat. Während der Aktivität hatte ich keinen kalten Finger. Beim Anstehen am Lift oder der Fahrt mit der Gondel, reichte er jedoch nicht aus. Irgendwann waren die Finger wieder kalt. Wer also zu Frostfinger neigt, sollte eher zu Handschuhen greifen, die für höhere Minustemperaturen geeignet sind oder das Haus nicht verlassen.

Fazit:
Der Handschuh lässt sich sinnvoll einsetzten, vor allem bei winterlichen Verhältnissen mit Kälte und Nässe. Beachtet werde sollte meiner Meinung nach, dass der Komfort bei zweistelligen Minustemperaturen abnimmt. Auch eine Handgelenksschlaufe wäre wünschenswert. Ansonsten ein brauchbarer Handschuh mit ordentlicher Verarbeitung.

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