Korsika Alta Rocca

Land: Frankreich
Datum: 31. Mai 2012
Region: Korsika

korsika01Über Pfingsten verbrachten wir eine Woche auf Korsika. Natürlich planten wir auch eine Tagestour im Gebirge. Da die Temperaturen die meiste Zeit jedoch schon recht warm waren, entschlossen wir uns für eine gemäßigte Tagestour im südlichen Alta Rocca Gebirge. Der Startpunkt der Tour lag in dem Örtchen Cartalavone, welches nur aus einigen Sommerhäuschen und einem Gîtes d’etape besteht. Wir parkten unser Auto auf dem großen Parkplatz des Gîtes d’etape und brachen auf. Das erste Zwischenziel war der Gipfel des Vacca Morta.

Dafür folgten wir zunächst den Markierungen des Weitwanderweges Mare a Mare Sud. Es ging stets bergan auf schönen Pfaden, über Geröllfelder und durch kleine Wäldchen. korsika12Da sich das Wetter an diesem Tag nicht von seiner sonnigen Seite zeigte, war unsere komplette Umgebung in Nebel gehüllt. Dadurch wirkte die Landschaft sehr mystisch und geheimnisvoll. Passend dazu tauchte plötzlich auf dem Weg vor uns ein freilaufender Stier auf. Wir gingen daraufhin etwas zur Seite und zogen so zum Glück keine Aufmerksamkeit auf uns. Bald nach diesem Überraschungsmoment erreichten wir den Gipfel. Bei klarem Wetter sollte man eine schöne Aussicht bis zum Meer haben, wir sahen aber nur den etwas tiefer liegenden Stausee von L’Ospedale. korsika27Nach einer kurzen Rast auf dem Gipfel und dem obligatorischen Gipfelfoto machten wir uns frisch gestärkt wieder auf. Laut Wanderführer sollte der schwierigste Teil der Tour jetzt schon hinter uns liegen. Auf uns wartete nur noch ein kleiner Schlenker durch zwei Bergdörfer und dem Stausee ehe wir wieder unseren Ausgangspunkt erreichen sollten.
Nach dem Gipfel wandelte sich die Landschaft. Wir liefen durch Kiefernwälder und hatten nur noch wenig Aussicht. Mich erinnerte die Landschaft an den Pfälzer Wald.
Einige Zeit liefen wir durch diese Landschaft, bis uns allmählich klar wurde, dass die Beschreibungen des Wanderführers nicht mehr zu unserem Streckenabschnitt passten. korsika29Nach erneutem studieren war ich mir dann sicher, dass wir irgendwo falsch abgebogen waren. Wir entschieden uns jedoch dem Weg einfach weiter zu folgen, da er nach unserer Einschätzung nicht so falsch von der geplanten Richtung abweichen sollte. Tatsächlich erreichten wir kurz darauf die Zufahrtsstraße zu unserem Parkplatz, leider haben wir dadurch die Tour deutlich abgekürzt und kamen früher als erwartet wieder am Auto an.

Fazit:
Trotz der ungewollten Abkürzung war es eine nette Tour durch den gemäßigten Gebirgsteil von Korsika. Für die Zukunft nehme ich mir vor immer vor Abfahrt zu prüfen ob denn das eingepackte GPS auch Batterien beinhaltet. Dann wäre uns der falsche Weg sicherlich früher aufgefallen.

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