Untersberg Salzburg

Land: Österreich
Datum: 02. Oktober 2011
Region: Salzburg

dscn1933Vorgeschichte:
Ein Besuch in Salzburg war schon längere Zeit geplant und auch die Idee einer Bergtour bestand von Anfang an.
An dem ersten Wochenende im Oktober war es dann soweit. Das Wetter war bombastisch und dem Vorhaben „Untersberg“ stand nichts mehr im Wege. Wir ließen die Bergbahn links liegen und gingen Schnurstracks auf 1805 Meter.

Mit dem Bus fuhren wir nach Glanegg, um dort auf den markierten Wanderweg zu gelangen. Der Einstieg war schnell gefunden. Von der dortigen kleinen Holzbrücke aus kann man sowohl einen schwarz markierten Weg einschlagen, der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert, als auch einen rot markierten Weg wählen, der lediglich Trittsicherheit erfordert. Wir wählten die rote Variante die mit 3 1/4 h Gehzeit angeschlagen ist. dscn1862
Es ging sogleich steil Bergauf. Und dies sollte sich auch nicht mehr ändern.
Der Weg ist fast durchgängig mit Holztreppen versehen, die einiges an Kraft und Konzentration kosten. Der Schweiß floss ununterbrochen. Die erste Zeit ging es durch den Wald, was an diesem sonnigen Tag sehr angenehm war. Hin und wieder gab der Wald uns den Blick frei, sodass wir auf Salzburg und auf die Flugbahn schauen konnten. Daran, dass Salzburg von Zeit zu Zeit kleiner zu werden scheint, merkt man wie hoch es hinauf geht.
Hier und da mussten wir ein paar Mal entgegenkommenden Läufern Platz machen. Anscheinend eine kleine Trainingseinheit an einem Sonntag Morgen.
Der Anstieg strengte zwar an, dennoch war es absolut schön, auf dem sich nach oben schlängelnden Weg, die Höhenmeter hinter sich zu lassen. dscn1925
Mit der Zeit wird der Wald spärlicher und man hat eine immer weitreichendere Sicht auf das umliegende Panorama. Der Weg und die Umgebung werden felsiger. Entgegenkommende Wanderer versicherten uns bereits, dass nicht mehr viel vor uns liegt.
Nach nur 2h 45min. erreichten wir die erste Hütte, von der man bereits das Gipfelkreuz erblicken kann. Oberhalb dieser Hütte befindet sich eine weitere Hütte und die Gondelstation. Diese letzten Meter, hoch zum Geiereck (1805 m.), haben sich noch einmal richtig gelohnt. Vom Gipfel aus hat man eine gigantische Sicht (wenn denn das Wetter mitspielt). Ein geniales Bergpanorama und das bei strahlendem Sonnenschein. dscn1954
Wohl verdient machten wir eine ausgiebige Pause, ehe es die knapp 1400 Höhenmeter wieder nach unten ging.
Da wir an einer Bushaltestelle in der Nähe von Glanegg heraus kommen wollten aber nicht den selben Weg zurück nehmen wollten, beschlossen wir über die auf unserer Karte eingezeichnete Skipiste abzusteigen.
Zunächst war der Weg über die Piste noch sehr gut machbar. Im leichten Laufschritt gingen die ersten Höhenmeter locker von der Hand.
Wir liefen nach wie vor im Sonnenschein und die Umgebung war stets einen Blick Wert. Irgendwann ging der zuvor noch steinige Weg in eine Wiese über und wurde zunehmend steiler. Inzwischen liefen wir wieder im Wald. dscn1992
Die Fußballen wurden doch schon sehr strapaziert, sodass wir zeitweise rückwärts den Berg hinunter liefen, um unsere Knie und Füße zu entlasten. Ein wenig sehnten wir uns den eingezeichneten Forstweg herbei, der am Ende der Skipiste auf uns wartete und versprach flach zu verlaufen.
Nach ca. 2h Berg ab laufen war es dann soweit. Über einen breiten und flachen Schotterweg kamen wir an einen Parkplatz. Von da aus liefen wir noch knapp 15min. auf einer Straße Richtung Fürstenbrunn. Gleich am Ortseingang befindet sich eine Bushaltestelle. Wie bestellt, wartete dort bereits ein Bus, der uns fast bis vor die Haustüre chauffierte.

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Fazit:
Es war eine anstrengende und zugleich lohnenswerte Tour über fast 1400 Höhenmeter. Der Rundumblick auf dem Gipfel entschädigt einen für alles, vor allem bei so gigantisch gutem Oktoberwetter. Es war Traumhaft.
Über die Skipiste abzusteigen zehrte gegen Ende ein wenig an unseren Kräften auch wenn sie zu Beginn recht schön zu laufen war. Ein zweites Mal muss dies jedoch nicht sein.

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